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  • Abschaltung des 2G-Netzes 2028 – Handlungsbedarf für M2M- und IIoT-Anwender

    Seit über 30 Jahren war 2G (GSM) die Basis für mobile Kommunikation in Deutschland. Millionen von Geräten wurden damit vernetzt – von der Fernablesung von Zählern über Aufzugnotrufe bis hin zu Logistiklösungen. Doch diese Ära geht zu Ende: Die Deutsche Telekom hat angekündigt, ihr 2G-Netz bis spätestens Juni 2028 abzuschalten. Auch andere Netzbetreiber werden diesen Schritt vollziehen.

    Während moderne Smartphones längst auf 4G und 5G setzen, sind im Bereich Machine-to-Machine (M2M) und Industrial IoT (IIoT) noch immer Hunderttausende Geräte auf 2G angewiesen. Für Unternehmen bedeutet das: ohne rechtzeitige Migration drohen Kommunikationsausfälle, Störungen im Betrieb und hohe Kosten für kurzfristige Noteinsätze.

    #Welche Geräte sind betroffen?

    Von der 2G-Abschaltung sind viele Systeme betroffen, die in den letzten Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst getan haben, aber technisch auf GSM basieren:

    • Fernablesung von Strom-, Gas- und Wasserzählern
    • Sicherheitslösungen wie Alarmanlagen und Aufzugnotrufsysteme
    • Remote-Steuerungen von Pumpen, Heizungen oder Maschinen
    • Fahrzeug- und Containertracking in Logistik und Transport
    • Smart-City- und Smart-Industry-Sensorik, z. B. Umwelt- und Luftqualität, Straßenbeleuchtung, Abfallbehälterfüllstände
    • Parkraumbewirtschaftungssysteme (Sensoren, Schranken, Automaten)
    • Zahl- und Verkaufsautomaten wie Ticketing- oder Vending-Systeme
    • Gesundheits- und Pflegegeräte, etwa Hausnotrufsysteme oder mobile Messgeräte
    • Landwirtschaftliche Anwendungen, z. B. Bewässerungssysteme, Wetterstationen oder Tiertracking

    Viele dieser Installationen laufen noch immer stabil und zuverlässig – doch ab 2028 werden sie ohne Migration schlicht nicht mehr kommunizieren können.

    #Welche Alternativen gibt es?

    #LTE-M und NB-IoT

    Diese Mobilfunkstandards sind Teil der 4G-/5G-Netze und speziell für IoT-Anwendungen entwickelt:

    • Sehr guter Empfang, auch tief in Gebäuden
    • Geringer Energieverbrauch (lange Batterielaufzeiten)
    • Zukunftssichere Netzabdeckung bei allen großen Providern
    • SIM-basierte
    • Tarifmodelle ohne monatliche Grundgebühr - Abrechnung nur nach tatsächlicher Nutzung

    #LoRaWAN

    LoRaWAN setzt auf lizenzfreie Funkbänder und ermöglicht ebenfalls eine energieeffiziente Datenübertragung über mehrere Kilometer:

    • Kein Mobilfunkvertrag notwendig
    • Betrieb in eigenen privaten Netzen oder über LoRaWAN-Provider möglich
    • Ideal für stationäre Sensorik und Monitoring

    #Unsere Lösung: iConnect als flexible Basis

    Damit die Umstellung auf neue Technologien reibungslos gelingt, haben wir ein Basis-Modul für LTE-M / NB-IoT entwickelt. Unser iConnect ist eine Plattform, die sich sowohl hardware- als auch softwareseitig flexibel anpassen lässt:

    • Hardware-Anpassung: Das Modul kann mechanisch so verändert werden, dass es optimal in bestehende Geräte integriert werden kann.
    • Firmware-Anpassung: Wir passen die Software exakt an die Anforderungen Ihres Systems an – von der Schnittstelle bis zum Protokoll.
    • OEM-Option: Auf Wunsch liefern wir maßgeschneiderte Lösungen, die unter Ihrem Branding ausgeliefert werden können.

    Damit erhalten Sie eine zukunftssichere und kosteneffiziente Migration von bestehenden 2G-Geräten auf moderne Mobilfunkstandards – ohne komplettes Neudesign.

    #Fazit

    Die Abschaltung des 2G-Netzes im Jahr 2028 ist beschlossen und wird Hunderttausende M2M- und IIoT-Geräte betreffen. Unternehmen sollten frühzeitig handeln, um Ausfälle und unnötige Kosten zu vermeiden.

    Mit LTE-M, NB-IoT und LoRaWAN stehen leistungsfähige Alternativen bereit. Und mit unserem iConnect-Basis-Modul bieten wir Ihnen eine flexible Lösung, die Ihre bestehenden Produkte schnell, sicher und OEM-fähig in die Zukunft bringt.

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    Martin Mitkov

    Martin is a founder and CEO of Mitkov Systems GmbH.

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